Weil nach dem Artikel zu Windows 8 Fragen zu den Reparaturoptionen von Windows 7 kamen, wollte ich euch nochmal die Fakten zu einer Windows 7 Systemwiederherstellung zeigen.
Grundsätzlich sollte der Bootmanager bootmgr sich melden, wenn ein Windows 7 mehrmals nicht mehr erfolgreich bootet. Manuell kann man das Bootmenü mit einem Druck auf F8 anzeigen lassen.
Windows 7 legt bei einer Standardinstallation eine 100MB große versteckte Partition am Anfang der Festplatte an, in welcher z.B. auch die bcd Datei des Bootmanagers liegt.
In dieser Partition liegt ein Windows PE (=Preinstall Environment) das zum Wiederherstellen und Reparieren gestartet werden kann.
- Wir wählen also im Bootmenü “Computer reparieren” aus.
- Bei manchen OEM-Installationen von Windows 7 die mit einem neuen PC vorinstalliert ausgeliefert werden gibt es diese Recovery-Partition nicht – hier kann auch von einer Windows 7 Boot-DVD gestartet werden. Links unten stehen dann die “Computerreparaturoptionen” die einen zu den gleichen Tools führen.
Einmal bei den Computerreparaturoptionen angekommen haben wir die Wahl zwischen folgenden Optionen:
- Systemstartreparatur – Hierbei überprüft Windows PE die Bootloaderkonfiguration, das Dateisystem, Systemdateien und den MBR und korrigiert Fehler automatisch
- Systemwiederherstellung – Nach der Installation von Updates und Software werden Systemwiederherstellungspunkte erstellt zu denen man Windows zurücksetzen kann
- Systemabbildwiederherstellung – Benutzt ihr den Windows Sicherungsdienst z.B. mit einer USB-Festplatte könnt ihr hier den Computer auf ein Image zurücksetzen
- Windows-Speicherdiagnosetool – Beim Verdacht auf Speicherfehler könnt ihr hiermit euren Arbeitsspeicher prüfen
- Eingabeaufforderung – Eine Administratorenshell in der ihr die üblichen Tools zur Systemreparatur zur Verüfgung habt (bcdedit, bootsect usw.)
Wie kann ich prüfen ob meine Systemwiederherstellung aktiv ist?
- Start / Windows Button -> Alle Programme -> Zubehör -> Systemprogramme -> Systemwiederherstellung
- Weiter -> evtl. Haken bei “Weitere Wiederherstellungspunkte anzeigen”
Sind hier, wie bei mir im zweiten Screenshot, Punkte zu sehen läuft die Systemwiederherstellung und wir könnten Windows zurücksetzen.
Die Systemwiederherstellung funktioniert nicht!
Es sind keine Systemwiederherstellungspunkte vorhanden!
Am besten erst einmal die Computerschutz Optionen prüfen. Viele User, gerade mit einer SSD-Festplatte, deaktivieren die Wiederherstellungsoptionen unbewusst.
- Start / Windows Button -> Rechten Mausklick auf Computer -> Eigenschaften -> Computerschutz
- Computerschutz -> Festplatte wählen -> Konfigurieren
- (hier könnte auch eine USB-Platte gewählt werden um dort Sicherungspunkte abzulegen, für den Fall das ihr eure SSD damit nicht belasten wollt – was ihr aber könntet – die Tipps die Systemwiederherstellung abzuschalten sind dank TRIM eigentlich völliger Quatsch!)
- Hier prüfen wir das der oberste Punkte gewählt ist und genug Platz für Wiederherstellungspunkte zugewiesen wurde
Ich möchte Windows komplett auf eine USB-Festplatte oder im Netzwerk sichern. Wie geht das?
Das ist in Windows 7 mit Bordmitteln problemlos und einfach möglich:
- USB-Festplatte anschließen und schauen ob sie im Explorer zu sehen ist
- (Die Festplatte braucht nicht formatiert zu werden und bereits vorhandene Daten auf der Festplatte bleiben auch vorhanden)
- (Die Festplatte sollte mit NTFS formatiert sein)
- Start / Windows Button -> Alle Programme -> Wartung -> Sichern und Wiederherstellen
- Sicherung einrichten
- Sicherungsziel wählen: Entweder direkt die USB-Platte auswählen oder das Ziel im Netzwerk auswählen (Es muss ein Benutzername und ein Passwort angegeben werden damit Sicherungen auch laufen, wenn kein Benutzer am PC angemeldet ist!)
- Ich würde immer “Auswahl durch Benutzer” auswählen um bestimmen zu können, welche Daten gesichert werden
- Bibliotheken auswählen – für den Fall das in euren Bibliotheken Serververzeichnisse eingerichtet sind, würde ich diese hier nicht mit sichern – Haken unten bei “Systemabbild von Laufwerken einschließen C:” setzen – falls ihr noch weitere Partitionen habt die gesichert werden soll diese hier auch anhaken.
- Standardmäßig versucht der Sicherungsdienst immer am Sonntag um 19:00 Uhr zu sichern. Dieser Plan kann natürlich angepasst werden auf “Zeitplan ändern”
- Der Sicherungsdienst sichert immer nur die geänderten Dateien und nicht jedesmal wieder alle Daten um nicht zu viel Platz zu verschwenden – ihr könnt also auch bedenkenlos täglich sichern.
Hier nochmal als Fotoschau:

















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